Erdmission Asthmakontrolle

Trotz Asthma möglichst unbeschwert und beschwerdefrei leben: Das ist die Mission und das Ziel!

Herzlich willkommen!

Auf diesen Seiten dreht sich alles um das Thema Asthmakontrolle oder wie man mit der Krankheit richtig umgeht.

Zu einer guten Asthmakontrolle gehört:

  1. Verstehen, was bei Asthma bronchiale abläuft.
  2. Die Krankheit im Auge behalten – denn sie kann sich immer wieder ändern.
  3. Regelmässige Besprechungen mit dem Arzt oder der Ärztin.
  4. Die Medikamente korrekt und nach Vorschrift einnehmen.

Mit diesen vier Massnahmen lassen sich die Krankheit und ihre Symptome optimal managen, du benötigst möglichst wenig Notfallmedikamente, Verschlechterungen oder gar Notfälle lassen sich vermeiden, kurz: du fühlst dich gesund und fit, lebst aktiv und unbeschwert!

In diesem Sinne: Viel Erfolg!
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Prof. Dr. med. Claudia Steurer-Stey
Fachärztin für Lungenkrankheiten, Institut für Epidemiologie, Biostatistik und Prävention der Universität Zürich

ASTHMAKONTROLLE

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Wie äussert sich das Asthma?

Durch Entzündungen in den Atemwegen und Verengungen der Muskulatur um die Atemwege herum kommt es zu Husten, pfeifender Atmung, Kurzatmigkeit bis hin zu Atemnot. Die Beschwerden treten nicht immer gleich stark auf. Sie können sich durch verschiedene Faktoren wie Erkältung, Umwelteinflüsse, Rauchen und Allergien stark verschlechtern sowie auch bedrohliche Ausmasse annehmen.

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Warum entsteht Asthma?

Die genauen Ursachen für eine Asthmaerkrankung sind nicht vollständig geklärt. Vererbung und Umwelteinflüsse spielen eine Rolle. So reagieren viele Betroffene auf Pollen oder Tierhaare. Bei Menschen mit besonders empfindlichen Bronchien kann auch eine körperliche Belastung, zum Beispiel beim Sport, die Symptome auslösen oder verschlechtern.

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Was kann man gegen Asthma tun?

Asthma kann heute in den meisten Fällen gut behandelt werden. Ganz wichtig ist es, mit dem Arzt die genauen Ursachen abzuklären und die Vorgänge bei Asthma verstehen zu lernen. Ein individueller Asthmaaktionsplan dient dazu, die vom Arzt empfohlenen Vorkehrungen richtig umzusetzen. Dadurch können die Beschwerden gelindert und Verschlechterungen verhindert werden.

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Was ist ein Asthmaaktionsplan?

Nach der Diagnose erstellt der Arzt gemeinsam mit dem/der Betroffenen einen individuellen Asthmaaktionsplan als Hilfestellung für die Behandlung des Asthmas. In diesem Aktionsplan ist genau festgelegt, wie und wann die Medikamente eingenommen werden müssen.

COMIC LESEN UND ASTHMA VERSTEHEN LERNEN

COMIC LESEN UND ASTHMA VERSTEHEN LERNEN

Asthma verstehen lernen, wissen, wie man mit dieser Krankheit umgeht und wie wichtig es ist, die Medikamente konsequent und richtig einzunehmen: Das und noch viel mehr Interessantes erfährst du beim Lesen des Comics, der dich mitnimmt auf die Erdmission Asthmakontrolle.

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Alena Ehrenbold

DIE AMBASSADOREN

Sich mit vereinten Kräften für eine gute Sache einsetzen: Diese Aufgabe verbindet die Leistungssportler Alena EhrenboldKariem HusseinJosip Drmic mit der Ärztin Prof. Dr. med. Claudia Steurer-Stey. Im Comic und im richtigen Leben agieren sie als Ambassadoren für die Informationskampagne „Freier atmen, freier Leben: Erdmission Asthmakontrolle.“ Dies mit dem Ziel, jungen Menschen, die von Asthma betroffen sind, den Weg zu einem aktiven, möglichst beschwerdefreien Leben zu zeigen.

Alena Ehrenbold

Alena Ehrenbold

"WAVE GIRL"

„Asthma ist eine chronische Erkrankung der Atemwege, die sich jedoch gut kontrollieren lässt. Ich habe mein Asthma im Griff, weil ich es vorausschauend und vor allem konsequent behandle. Dazu ist es wichtig, die vom Arzt verordneten Massnahmen einzuhalten und vor allem, das verschriebene Medikament korrekt und regelmässig zu inhalieren.“

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Alena Ehrenbold

"WAVE GIRL"

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Die perfekte Welle zu reiten, löst bei ihr unendliche Glücksgefühle aus: Alena Ehrenbold und Wasser – das ist eine lebenslange Liebesbeziehung. Die 34-jährige Luzernerin schwamm bereits mit vier Jahren wie ein Fisch. Wasser beschreibt sie denn auch als ihr Element, mit Vorliebe schwimmt, paddelt und surft sie: 2004, mit 21 Jahren steht sie zum ersten Mal auf einem Brett, 2010 holte sie bereits den Schweizermeistertitel. Vor zwei Jahren hat die mit einem Master für Wirtschaft dekorierte Gymnasiallehrerin ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht: Als Schweizer Profisurferin ist sie heute auf der ganzen Welt unterwegs, coacht Surfer, schreibt für Special Interest-Magazine und hat zwei Filme produziert: „I wanna surf“ und „Blue Road“!

Kariem Hussein

Kariem Hussein

"ATLETICUS"

„Sportlerinnen und Sportler müssen ihren Körper genau kennen, um zu spüren, ob noch mehr herauszuholen ist oder ob die Grenzen erreicht sind. Behalte auch du die Kontrolle über dein Asthma: Konsultiere regelmässig deinen Arzt, stimme mit ihm die Einstellung der Medikamente ab und vergiss nicht, sie richtig und regelmässig einzunehmen.“

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Kariem Hussein

"ATLETICUS"

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48,96 Sekunden! Ein Höhepunkt der Schweizer Leichtathletikgeschichte war Kariem Husseins Sieg 2014 im 400-m-Hürdenlauf an der Europameisterschaft in Zürich. Der Sohn eines ägyptischen Vaters und einer Schweizer Mutter wuchs in der Ostschweiz auf und liebäugelte ursprünglich mit einer Fussballkarriere. Nach der Matura begann er sein Medizinzstudium und entschied sich wegen der individuelleren Trainingsmöglichkeiten für die Leichtathletik. Zurzeit ist Kariem in Zürich fürs Masterstudium eingeschrieben und stellt sich mit Bravour der Herausforderung, Studium und Leistungssport unter einen Hut zu bringen.

Josip Drmic

Josip Drmic

"SOCCERSTORM"

„Als Sportler nehme ich jede sinnvolle Unterstützung an. Speziell beim Ausdauertraining kann ich damit mein Ziel genau im Auge behalten. Bestimmt gibt es auch eine App, die dich an die Einnahme deiner Asthma-Medikament erinnert und dir dabei hilft, dein Asthma im Griff zu haben – nutze sie!“

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Josip Drmic

"SOCCERSTORM"

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Die deutsche Bundesliga überzeugte er genauso wie die Sportchefs der Schweizer A-Nationalmannschaft: Josip Drmics Fussballkarriere begann als F-Junior beim FC Freienbach. Im Kader des FC Zürichs zählte er schon bald zu den besten Offensivkräften und galt als Topskorer. 2013 wechselte er in die deutsche Bundesliga zu Nürnberg und wusste sich auch dort positiv in Szene zu setzen. Nach einiger Zeit bei Bayer Leverkusen kickt der 25-jährige aktuell als Mittelstürmer bei Borussia Mönchengladbach und erzielte in 26 Spielen 9 Tore für die Schweizer Nationalmannschaft.

Prof. Dr. med. Claudia Steurer-Stey

Prof. Dr. med. Claudia Steurer-Stey

"PROF. SANOS"

„Verglichen mit anderen chronischen Erkrankungen ist Asthma in der öffentlichen, medialen und gesundheitspolitischen Diskussion ein vernachlässigtes Thema. Dabei ist Asthma eine Krankheit, bei der noch vieles in der Behandlung und im Management verbessert werden könnte. Dank wirksamer Medikamente lässt sich bei den meisten Betroffenen eine gute Asthmakontrolle erreichen und aufrechterhalten. Wichtige Voraussetzungen, damit die Behandlung funktioniert, sind aber eine gute Therapietreue, das heisst die regelmässige Einnahme der Medikamente und die richtige Inhalationstechnik bei der Anwendung der Medikamente.“

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Prof. Dr. med. Claudia Steurer-Stey

"PROF. SANOS"

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Professor Dr. med. Claudia Steurer-Stey ist Fachärztin für Innere Medizin und Lungenkrankheiten und im Bereich «Chronic diseases» am Institut für Biostatistik, Epidemiologie und Prävention der Universität Zürich tätig. Klinisch ist sie praktizierende Ärztin in der mediX Gruppenpraxis Zürich. Ihr wissenschaftliches und klinisches Interesse gilt dem Management chronischer Erkrankungen und einer nutzbringenden, besser koordinierten und integrierten Versorgung. Die Selbstmanagement- und die Kompetenzförderung von Patienten mit chronischen Lungenkrankheiten stehen als zentrale Elemente im Vordergrund ihrer Arbeit. Professor Dr. med. Claudia Steurer-Stey hat ein nationales Konzept zum Asthmamanagement und Patientenschulung miterarbeitet und ist Tutorin des Asthma «Train the Trainer»- Programms der Lungenliga Schweiz. Das validierte kanadische Selbstmanagement-Programm «Living well with COPD» wurde unter ihrer Leitung erstmals für die Schweizer Grundversorgung adaptiert, implementiert und validiert. Die entsprechenden Schulungsunterlagen für Patienten und Fachpersonen hat sie zusammen mit der Lungenliga und der Schweizerischen Gesellschaft für Pneumologie erstellt. Claudia Steurer-Stey engagiert sich in verschiedenen Expertengremien mit Fokus «Chronic care» und «Disease management» sowie für die Aus- und Weiterbildung von Fachpersonen auf diesem Gebiet.

ASTHMA EINFACH ERKLÄRT

  • 1 Asthma
    Asthma

    Asthma Bronchiale ist eine chronische Erkrankung der Atemwege mit individueller Intensität, Ausprägung und Ursachen. In den letzten 20 Jahren haben Asthmaerkrankungen stark zugenommen. In der Schweiz leidet jedes 10. Kind und jeder 14. Erwachsene an Asthma – weltweit sind schätzungsweise 300 Millionen Menschen von Asthma betroffen. Dem Asthma liegt eine chronische Entzündung der unteren Atemwege zugrunde. Diese führt zu einem Anschwellen der Bronchialschleimhaut und zu einer Absonderung von zähem Schleim in den Bronchien (Äste der Luftröhre) sowie zu einer Verkrampfung der Muskulatur der Bronchien. Grundsätzlich wird zwischen allergischem (s. Punkt 9 «Allergien») und nicht-allergischem Asthma unterschieden. Bei Kindern ist Asthma mehrheitlich durch eine Allergie bedingt. Nicht-allergisches Asthma entwickelt sich meist erst im Laufe des Lebens – dann oft auch als Mischform mit allergischer Komponente.

  • 2 Symptome
    Symptome

    Durch die Verengung der Bronchien treten Symptome auf wie Husten, eine pfeifende Atmung und Engegefühl oder gar Schmerzen im Brustraum.
    Beobachtet werden aber auch untypische Anzeichen, zum Beispiel andauernder (nächtlicher) Husten, Kurzatmigkeit bei körperlicher Betätigung, wiederholte Bronchitis oder fortdauernde Müdigkeit und Erschöpfung.
    Es gilt: Bei anhaltenden oder wiederholt auftretenden Atembeschwerden sollte der Arzt aufgesucht werden, um eine individuelle Diagnose erstellen zu lassen (s. Punkt 10 «Diagnose»).

  • 3 Ursachen
    Ursachen

    Auslöser für Asthma ist eine Überempfindlichkeit der Atemwege. Sie bewirkt eine Entzündung und Verengung in den Bronchien, die zu Atembeschwerden führt. Die genaue Ursache für Asthma ist noch nicht abschliessend geklärt. Zu den Auslösern gehören Allergene wie z.B. Pollen, Tierhaare, Hausstaubmilben. Weitere Faktoren, die Asthma fördern können, sind Asthmafälle in der Familie (Vererbungsfaktoren), Heuschnupfen oder auch Neurodermitis.
    Rauchen der Eltern während der Schwangerschaft zählt ebenfalls zu den Risikofaktoren. Bei Kindern sind es meist Allergien, die ein Asthma auslösen. Ein Asthmaanfall kann jedoch auch als Folge von körperlicher Anstrengung, Stress oder durch Einatmen von schadstoffhaltiger Luft (Smog, Lösemittel etc.) eintreten.

  • 4 Bronchien
    Bronchien

    Bei den Bronchien handelt es sich um ein reich verästeltes Röhrensystem in der Lunge, das die Atemluft reguliert, transportiert und im Körper verteilt. Die eingeatmete Luft wird von der Luftröhre bis hin zu den Lungenbläschen (Alveolen) transportiert. Dort findet der für die Atmung erforderliche Gasaustausch statt.
    Bei einem Asthmaanfall ziehen sich die Bronchien krampfartig zusammen, was zu einer akuten Atemnot führt.

  • 5 Behandlung von Asthma
    Behandlung von Asthma

    Asthma kann noch nicht geheilt, aber wirksam behandelt werden. Ganz wichtig ist es, vorausschauend zu handeln und sich diszipliniert an die vom Arzt verschriebene Therapie zu halten (s. Punkte 6 «Asthmaaktionsplan» und 7 «Asthmakontrolle»).
    Die richtige Einnahme beziehungsweise Inhalationstechnik der verschriebenen Medikamente und das Meiden auslösender
    Allergene/Reize im Alltag können entscheidend dazu beitragen, dass trotz Asthma ein möglichst unbeschwertes und beschwerdefreies Leben möglich ist. Notfallmedikamente müssen trotzdem immer mitgeführt werden.

  • 6 Asthmaaktionsplan
    Asthmaaktionsplan

    Nach der Diagnose erstellt der Arzt gemeinsam mit dem/der Betroffenen einen individuellen Aktionsplan als Hilfestellung für die Behandlung des Asthmas. In diesem Aktionsplan ist genau festgelegt, wie und wann die Medikamente eingenommen werden müssen. Damit lässt sich das Asthma, mit Unterstützung des Haus- oder Kinderarztes, selbständig kontrollieren. Wichtig dabei ist, dass der Aktionsplan (s. Punkt 7 «Asthmakontrolle») konsequent eingehalten wird und die Massnahmen zur Behandlung des Asthmas nicht vergessen werden. Clevere Hilfsmittel, wie zum Beispiel eine Push-Nachricht auf das Smartphone, wirken unterstützend.

  • 7 Asthmakontrolle
    Asthmakontrolle

    Asthmabeschwerden können heute durch eine auf den Asthmatiker, die Asthmatikerin abgestimmte und kontinuierliche Therapie sowie durch ein diszipliniertes Selbstmanagement meist sehr gut gelindert und kontrolliert werden. Bei guter Asthmakontrolle sind keine Aktivitäten eingeschränkt und die Lungenfunktion zeigt normale Werte.
    Durch konsequente Asthmakontrolle werden Warnsignale erkannt, Betroffene lernen, richtig zu reagieren.
    Wichtig: Medikamente und deren Dosierungen können im Verlauf der Erkrankung variieren. Regelmässige Besuche beim Kinder- oder Hausarzt sind deshalb notwendig: Der Asthma-Aktionsplan kann laufend entsprechend angepasst werden.

    Selbstkontrolle
    Die Messung des Peakflows mittels eines Peakflow-Meters (Lungenfunktionsgerät) gehört zu den besonders effizienten Instrumenten der Selbstkontrolle. Mit dieser Messung wird die höchste Atemstromstärke der Ausatmung gemessen, ein wichtiger Parameter zur Beurteilung der Lungenfunktion. Die Werte werden in ein Asthmatagebuch eingetragen und liefern dem Arzt wichtige Hinweise, ob die richtigen Medikamente respektive die richtige Dosis verschrieben ist.

  • 8 Asthmastatistik
    Asthmastatistik

    In den letzten 20 Jahren haben Asthmaerkrankungen weltweit stark zugenommen. Fast 10% der Kinder und 5% der Erwachsenen leiden an Asthma – global schätzungsweise bis zu 300 Millionen Menschen. Rund die Hälfte aller Kinder hat zehn Jahre nach dem ersten Asthmaanfall immer noch Symptome. Frühzeitig erkannt und konsequent behandelt, wächst Asthma aber bei etwa der Hälfte aller Kinder nach der Pubertät aus.
    Auch bei rund 20% der Erwachsenen kann Asthma geheilt werden. Gemäss Studien inhalieren 60% der Asthmatiker ihr Medikament falsch. Jeder 14. Erwachsene und jedes 10. Kind sind von Asthma betroffen. 60% der Erwachsenen und 90% der Kinder mit Asthma leiden an Allergien.

  • 9 Allergien
    Allergien

    Bei einer Allergie reagiert das Immunsystem übersteigert auf eigentlich harmlose Substanzen aus der Umwelt. Bei Asthmatikern lösen solche Allergene eine Entzündungs-reaktion im Atemtrakt aus. Dies führt zu einem Zusammenziehen der Bronchialmuskulatur bei gleichzeitiger Schwellung der Schleimhaut. Dadurch entsteht ein Asthmaanfall.

  • 10 Diagnose
    Diagnose

    Wer unter anfallsartiger Atemnot oder anderen oben beschriebenen Symptomen leidet, sollte zur Abklärung den Hausarzt aufsuchen. Durch gezielte Fragen kann dieser herausfinden, ob es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um ein Asthma bronchiale handelt. Wichtige Methoden zur eindeutigen Diagnose von Asthma sind unter anderem Blutunter-suchungen, Tests der Lungenfunktion (Spirometrie) und/oder Allergietests, zum Beispiel der Prick-Test über die Haut und/oder die bronchiale Provokation (Einatmen des Allergens).

  • 11 Richtig inhalieren
    Richtig inhalieren

    Studien zeigen, dass auch in der Schweiz eine Mehrheit der Asthmatiker ihre Medikamente nicht richtig inhaliert. Für die Wirksamkeit der Asthmamedikamente ist eine richtige Inhalationstechnik jedoch entscheidend.
    Auf der Webseite der Lungenliga findest du dazu unter anderem Instruktionsfilme: www.lungenliga.ch/inhalieren.
    Ebenfalls Infokarten zum Einstecken und Asthmaschulungen oder -Beratung kannst du über die Webseite der Lungenliga erhalten.

  • 12 Beta-2-Stimulatoren
    Beta-2-Stimulatoren

    Diese Substanzen aktivieren die Beta-2-Rezeptoren (Rezeptoren sind Empfangs- bzw. Aufnahmeeinrichtungen des Organismus für bestimmte Reize) in den Bronchialwänden. Dadurch entspannen sich verkrampfte Muskeln und erweitern sich die Atemwege. Der Patient/die Patientin kann wieder frei atmen.

  • 13 Kortikoide /Kortison
    Kortikoide /Kortison

    Diese Medikamente sind inhalierbare Kortikoide (Glucocorticoide), welche aus Kortison hergestellt werden. Kortison ist ein körpereigenes Hormon, welches in den Nebennierenrinden natürlich produziert wird, aber auch künstlich hergestellt und als Medikament eingesetzt werden kann.
    Umgangssprachlich werden diese Medikamente unter dem Begriff Kortison zusammengefasst. Mit Kortison wird der Entzündungsprozess der Bronchialschleimhaut nachhaltig und heute auch schonend gehemmt. Diese Medikamente werden täglich angewendet (Erhaltungstherapie).
    Eine Asthmatherapie ohne Kortison ist heute kaum noch vorstellbar. Es wirkt in den Bronchien entzündungshemmend und abschwellend und vermindert deren Empfindlichkeit gegenüber Reizen, die einen Anfall auslösen können. Meistens wird das Kortison inhaliert. Die Anwendung von Kortison führt noch heute bei vielen Menschen zu Verunsicherungen. Nicht selten lassen sich diese ängstlichen Assoziationen und Vorurteile auf die überhöhten Kortisonbehandlungen in den Siebzigerjahren zurückführen.
    Heute werden für Langzeitbehandlungen nur noch sehr geringe Dosen eingesetzt. Durch neue lokale Anwendungsformen wirkt das Kortison nur noch dort, wo man es braucht, nicht mehr im ganzen Körper. Nebenwirkungen fallen dementsprechend meistens selten und gering aus.

  • 14 Kombinationstherapie
    Kombinationstherapie

    Heute gibt es verschiedene Medikamente welche die beiden Wirkstoffe Kortikoid und Beta-2-Stimulator in einem einzigen Inhalator enthalten. Eines dieser Kombinationspräparate kann sowohl für die regelmässige tägliche Dosisverabreichung als auch für Notfälle verwendet werden. Man benötigt kein anderes Inhalationsgerät zur Linderung der Symptomatik.

  • 15 Aerosol
    Aerosol

    Bei einem Dosieraerosol (Spray) wird der medikamentöse Wirkstoff in portionierten Dosen als fein verteilte Flüssigkeitströpfchen in Gasform (Aerosol) freigesetzt.

RICHTIG INHALIEREN BEI ASTHMA
RICHTIG INHALIEREN BEI ASTHMA

„Zu einer zuverlässigen
Asthmakontrolle gehört das
richtige und regelmässige
Einnehmen der Medikamente.“

 

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